Steppengarten: Gärtnern in der Öffentlichkeit
Pflegestandards unserer Grünflächen
Private Kleingärten (Pachtland BKleingG)

Grün in der Stadt - Zeit mit 3.+4. Dimension zu planen

Der Stellenwert urbanen Grüns hat vor dem Hintergrund des Klimawandels zugenommen. Auch die Begrünung von Gebäuden spielt angesichts hoher baulicher Verdichtung und Versiegelungsgrade in vielen Städten eine immer wichtigere Rolle. Begrünte Dächer und Fassaden können neben stadtklimatischen sowie umwelt- und gesundheitswirksamen Effekten auch soziokulturelle und die Biodiversität unterstützende Funktionen übernehmen. Kommunale Strategien zur Gebäudebegrünung tragen daher zur Entwicklung  klimaangepasster, lebenswerter und resilienter Städte bei.

Will man die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und auch nachfolgenden Generationen ermöglichen, vom Naturreichtum zu profitieren, so müssen wir uns innerhalb der planetaren Grenzen (s.u.) bewegen. Diese Erkenntnis hatten Wissenschaftler erstmals vor 50 Jahren, als sich der Club of Rome gründete und das bahnbrechende Werk „Die Grenzen des Wachstums“ publiziert wurde.

In den 1970er und 80er Jahren war West-Berlin als Insel der Ort um die ökologischen Prinzipien und die Kreisläufe der Natur in einer vom Menschen geprägten Stadtlandschaft zu erkennen und zu studieren. Daher hat sich auch hier die Wissenschaft der Stadtökologie herausgebildet, die erstmals wissenschaftlich die Prinzipien nachhaltiger Landschaftsplanung im urbanen Raum definierte.

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Klimaschutz in Charlottenburg-Wilmersdorf

Warum Klimaschutz in Charlottenburg Wilmersdorf? Und wenn ja, wie viel?  Und wie viele Projekte können wir stemmen? Meine Rede in der BVV vom 22. Februar 2018  zur Großen Anfrage Klimaschutz

Mit heftigen Stürmen und Starkregenereignissen, mit Jahrhundert-Überschwemmungen undichten Dächern und nassen Kellern und mit zerstörerischen Orkanböen trifft uns die Natur bereits heute! 
Bei immer weniger abgepufferter Selbstregulierung reißen die Naturkräfte Ziegel von den Dächern, lassen alte vitale Bäume wie Streichhölzer umfallen und bringen skurrile Bilder hervor, mit Schwimmern auf Wilmersdorfs Straßen und überfluteten U-Bahn-Tunneln. So im letzten Jahr durch die unwetterartigen Regenfälle vom 29. Juni 2017 oder beim Sturm Xavier vom Oktober 2017.

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Grafische Darstellung mit einfacher Erläuterung auf der Seite des Deutschen Naturschutzringes (DNR)

Stadtentwicklungspolitik: Empfehlungen der Grünen Verbände zum Weißbuch Stadtgrün

Die gesundheitlichen, sozialen, integrativen und ökonomischen Wohlfahrtswirkungen des Stadtgrüns sind einzigartig. Diese grüne Infrastruktur verdient eine höhere Beachtung und Wertschätzung. Aufgrund ihrer vielfältigen positiven Leistungen bei der Anpassung an den Klimawandel, dem Schutz der Biodiversität, der Gestaltqualität und Baukultur in Stadt und Land, für den Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung muss das Stadtgrün künftig ein angemessene Würdigung erfahren.

Empfehlungen der Dt. Gesellschaft für Gartenkunst- + Landschaftskultur (DGGL)

Liegt unsere Zukunft in der Stadt?

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltfragen (WBGU) sieht in seinem Hauptgutachten  „Die transformative Kraft der Städte“ einen weltweit ungebrochenen Trend des Zuzugs in die großen Städte. 

Eine nachhaltige Entwicklung gelingt, so der WBGU, wenn das Zusammenwirken und die Balance der drei Faktoren Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen (N), Teilhabe (T) und Eigenart (E) gelingt. Der Eigenarrt als soziokulturelle und räumlich unverwechselbare Vielfalt jeder Stadt, misst der WBGU besondere Bedeutung bei. Sie präge die Ortsidentität und den sozialen Zusammenhalt und sind damit Voraussetzung für urbane Lebensqualität.

Die gesamte Anhörung ist in der Bundestags-Mediathek verfügbar.

 

Normativer Kompass für die Transformation von Städten zur Nachhaltigkeit: eine nachhaltige Entwicklung gelingt, wenn die Balance der drei Faktoren Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen (N), Teilhabe (T) und Eigenart (E) als soziokulturelle und räumliche unverwechselbare Vielfalt jeder Stadt gelingt. Quelle: WBGU; Grafik Wernerwerke, Berlin